Archive for Dezember 2007|Monthly archive page

Filmkritik: Elizabeth – Das goldene Königreich

Meine Frau hat mich zum Film „Elizabeth – Das goldene Königreich“ überredet und so haben wir diesen Film gemeinsam angeschaut. Der Film schimpft sich ungerechtfertigt als Historienfilm. Mit der Geschichte hat es aber wenig gemeinsam. Es ist ein purer Propagandafilm des Anglikanismus. Übertrieben in dem Maße, dass es schon lächerlich wird. Ein Plus gibt es von mir für die netten Szenen der Seeschlacht am Ende des Films. Sonst – schade um das Geld.

Advertisements

Reaktionär…

„Wenn man sagt, jemand ‚gehöre seiner Zeit‘ an, sagt man lediglich, dass er mit der Mehrheit der Trottel in einem bestimmten Moment übereinstimmt“

Nicolás Gómez Dávila, „Aufzeichnungen des Besiegten“

Der sich selber als reaktionär bezeichnende kolumbianischer Philosoph Nicolás Gómez Dávila ist seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, einer meiner Lieblingsphilosophen. Ich bin auf seine Aphorismen in den 90ern des vorigen Jahrhunderts gekommen und sie taten mir gut. Ich selbst kann mich mit vielen Gedanken von Dávila identifizieren. Schade, dass ich kein Spanisch verstehe, ich würde mir gerne seine Schriften im Original zu Gemüte führen.

Objektivität

Immer wenn ich mich in verschiedene Diskussionen vertiefe, wird mir von meinem Gegenüber oft meine fehlende Objektivität vorgeworfen. Dabei muss ich immer innerlich lach, denn Objektivität gibt es nicht. Objektive Beurteilung von einem Thema kann, meiner bescheidener Meinung nach, nur von einer Person erfolgen, die keine Ahnung von der Materie hat, ergo ist die objektive Beurteilung wertlos.Es fließen immer subjektive Werte, Beurteilungen und Sichtweise in Meinungen ein. Es sei denn wir legen nur nackte Fakten auf den Tisch, aber oft sind auch die Fakten bestritten. Also liebe Leute, gibt auf sich als objektiv darzustellen, es ist eine Lüge…

20 Jahre PERL

Ich habe es total vergessen, gestern wurde die Skriptsprache Perl 20 Jahre alt. in diesem Sinne:

perl -e 'print "Happy B-Day!\n"'

Queen CD Verlosung von Ritchie Pettauer

Ritchie Pettauer hat was feines zu verlosen. Deswegen auch dieser Beitrag, und auch weil ich die Band Queen ganz gut leiden kann. Jahr 1981 assoziere ich selbst leider mit einer weniger guten Zeit. Warum? Ich lebte damals an der anderen Seite des eiseners Vorhangs. In der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember 1981 übernahmen Militär und Sicherheitsorgane die Macht in Polen. Der Kriegszustand wurde ausgerufen. Menschen wurden erschossen, gefoltert, eingesperrt. Ich war noch sehr jung kann mich dennoch sehr gut an die Panzer auf den Strassen erinnern. Und die leeren Läden, die stundenlangen Stromausfälle uvm. Klopapier war damals einer der begertesten Waren. Immer wenn ich die Geschichten aus damaliger Zeit erzähle wollen es viele hier in Österreich nicht glauben. Es hat allerdings was gutes gehabt: Lifehacking wortwörtlich wurde praktiziert. Es könnte jemand fragen was das mit der Musik von Queen zu tun hat. In der zweiten Hälfte der 80er Jahre gelang es meinen älteren Bruder für 2 Monate nach Westberlin zu kommen. Er brachte damals „verbotene“ Musik nach Hause: eben eine Queen Platte, dazu Dire Straits („Alchemy“) und „The Doors“. Nicht das wir damals nicht eigene gute Musik hatten: SBB, Perfect und Kult. Kult sangen damals so „Mein Haus mit einer Mauer geteilt…“, ein Song über Ost/West Berlin. Ein Ausschnitt eines Konzerts in London 2007 mit diesem Song (namens „Arahja“) auf YouTube. Nun, gut 1981 gab es das SBB nicht mehr, obwohl sie der Zeit musikalisch weit voraus waren, hier eine Probe eines Stücks aus dem Jahre 1979. Vor kurzem war SBB (nach Reunion) sogar in Wien und ich Depp habe versäumt hinzugehen.

Genealogische Recherche

Dies ist voraussichtlich der letzte Teil meiner Genealogie-Serie:

  1. Genealogie – Familiengesichtsforschung. Vorwort
  2. Genealogie – Methodik und Hilfsmittel
  3. Genealogie am Computer
  4. Genealogische Recherche

Hat man nach langer Zeit alle Unterlagen, die ich in vorigen Teilen der Serie angesprochen habe, gesammelt, ist die Informationsammlung wahrscheinlich nicht vollständig (und das wird sie nie, aber das ist ein anderes Thema). Es taucht die Frage auf: wo kann ich noch suchen und womöglich noch was finden. Traditionelle Suche nach den Ahnen beginnt in der kirchlichen Institutionen. Diese Archive sind meistens sehr umfangreich, aber manchmal Fehlerbehaftet (falsch geschriebene Nachname, usw.) Es lohnt sich allerdings die kirchlichen Archive zu recherchieren. In der Modernen Zeit könnte das Internet eine Hilfe sein. Ein seriöses Angebot bietet dazu Family Search, das seine Ergebnisse mit Mikrofilmen der Urkunden belegt. Auch staatliche Register sind manchmal hilfreich, da muss man eben in diversen Ämtern nachschauen (Sterbeurkunden, Heiratsurkunden, usw..)

Das wärs, ich weiss etwas kurz geraten. Ich bitte jedoch um Feedback zu der ganzen Serie.